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Beim Verlust oder Diebstahl des Notebooks denken die Mitarbeiter oft an den finanziellen Schaden. Jedoch kann der Verlust für das Unternehmen im Hinblick auf den Datenschutz wesentlich schlimmer sein. Es gilt eine mögliche Datenpanne zu verhindern.

 

Ein verlorenes oder entwendetes Notebook ist aus datenschutzrechtlicher Sicht immer kritisch. Die auf dem Rechner gespeicherten Daten sind nicht selten solche mit Personenbezug, wie Kontaktdaten von Kollegen, oder Geschäftspartnern, aber auch von Kunden. Mit dem Laptop sind auch diese Daten verloren gegangen und befinden sich nun im Besitz des Finders oder Diebes.

 

Zu ergreifende Maßnahmen durch das Unternehmen

 

Auch wenn der Rechner passwortgeschützt ist, muss schnell gehandelt werden, da keine Kontrolle mehr über die Daten vorhanden ist. Daher ist die unverzügliche Meldung des Verlustes an den Vorgesetzen unumgänglich, um so schnell wie möglich Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Es gilt den Zugriff auf die Festplatte und damit eine Datenpanne im Sinne des Art. 33 DSGVO zu verhindern. Die Konsequenzen des Verlusts / Diebstahls sind zu ermitteln. Möglicherweise befinden sich auf dem Rechner keine personenbezogenen Daten. Falls vorhanden, ist der/die Datenschutzbeauftragte zu beteiligen.

 

Es ist zu prüfen, ob der Verlust eine Datenpanne bedeutet; diese müsste innerhalb von 72 Stunden bei der zuständigen Aufsichtsbehörde gemeldet werden.

 

Prävention

 

Die Schutzmaßnahmen müssen schon vorher festgelegt worden sein. So kann z.B. festgelegt werden, dass dort, wo es technisch möglich ist, Zugänge gesperrt und Passwörter geändert werden. Ein Verfahren zum Löschen von Daten aus der Ferne sollte, wenn möglich, beschrieben sein. Passwortschutz durch ein starkes Passwort. Verschlüsselung der Festplatte und der Daten auf der Festplatte. Sind die Daten verschlüsselt, könnte es sich ggf. um keine meldepflichtige Datenpanne im Sinne des Art. 33 DSGVO handeln.

 

 

Michaela Dötsch

 

Rechtsanwältin

Gemäß Art. 33 und 34 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist ein Unternehmen verpflichtet, eingetretene Datenschutzverletzungen (z.B. Liegenlassen des Notebooks im Zug, E-Mail-Versand an falschen Empfänger, Hacker-Angriffe) der Aufsichtsbehörde unverzüglich zu melden und ggf. die Personen, deren personenbezogene Daten hiervon betroffen sind, zu benachrichtigen. Ein Verstoß gegen diese Melde- und Benachrichtigungspflichten ist bußgeldbewehrt.

Die Regelungen in Art. 33 und 34 DSGVO sind dabei strenger als die bisherige Regelung in § 42a BDSG, die lediglich eine Meldepflicht vorsah, wenn durch die Datenpanne besonders sensible Daten (z.B. Gesundheitsdaten oder Bankdaten) Dritten zur Kenntnis gelangt sind und den betroffenen Personen dadurch schwerwiegende Beeinträchtigungen drohen.

Mit der Datenschutzgrundverordnung muss der Verantwortliche nämlich nun jede Datenschutzverletzung der Aufsichtsbehörde melden, unabhängig davon ob die Datenschutzverletzung fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt wurde oder ob dabei Unbefugten tatsächlich personenbezogene Daten offengelegt wurden oder ein Zugang zu personenbezogenen Daten nur eventuell ermöglicht wurde.

Die Meldung muss dabei unverzüglich und innerhalb von 72 Stunden erfolgen. Eine Meldung darf nur dann unterbleiben, wenn der Verantwortliche nachweisen kann, dass die betroffenen Personen durch die Datenschutzverletzung gegenwärtig und zukünftig keinen physischen, materiellen oder immateriellen Schaden (z.B. Identitätsdiebstahl oder -betrug, finanzielle Verluste, Diskriminierung, Rufschädigung) erleiden werden.

Es empfiehlt sich daher, einen entsprechenden Ablaufplan im Unternehmen zu implementieren, um auf solche Datenschutzverletzungen unverzüglich reagieren und die Fristen zur Meldung bzw. Benachrichtigung einhalten zu können.

S. Kieselmann
Beraterin für Datenschutz
Dipl.sc.pol.Univ.

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